Subnotebook

Der Trend geht zum mobilen Zweit-Rechner und für Windows Vista sind mittlerweile auch alle wichtigen Treiber erhältlich. Deshalb habe ich mir nun ein 12 Zoll Subnotebook geordert mit Intel Core 2 Duo T7200, 2048 MB RAM, Intel GMA 950 Grafikchip, 120 GB Festplatte und Windows Vista Home Premium.

Nach einigen Schwierigkeiten mit DHL habe ich endlich mein neues Notebook erhalten. Das Handbuch hatte ich mir ja schon vorher online besorgt und dann ging’s los. Jetzt ist fast alles eingerichtet und ich bin mobil ohne Ende. Ich kann nun outdoor fernsehen, Musik hören, Bilder von der Kamera bearbeiten, Notizen erstellen, Dateien aus meinen Aktenkoffer bearbeiten oder surfen.

Wohnung

Nun sitze ich da, in einer übersichtlich eingerichteten Wohnung – mit Schlafcouch, Tisch, Regal und Kleiderschrank. Und es hatte sich in der Zeit, in der ich im Hotel wohnen musste, ein Berg schmutziger Wäsche angesammelt.

Also spuckte ich in meine Hände, bestellte mir im Versandhandel eine Waschmaschine und einen Kühlschrank. Nebenbei kaufte ich mir einen preiswerten (billigen) kartonverpackten Küchenblock und so ganz banale Haushaltsdinge, wie Waschpulver, Wäscheklammern, Bügeleisen, Bügelbrett, Kleiderbügel, Schlafsack, Decke, Glühlampen, Geschirrspülmittel, Spüllappen, Geschirrhandtücher, Kaffeemaschine, Plastikgeschirr, Plastikbesteck, Wecker, Staubsauger, Putzeimer, Schrubber, Aufnehmer, Fußmatte, Allzweckreiniger, Badreiniger, Toilettenreiniger, Toilettenpapier, Duschvorhang, Handtücher, Putzschwamm, Ledertuch, Staubtuch, Besen, Kehrblech, Handfeger, Schuhputzzeug, etc.

Im Laufe eines dreiviertel Jahres habe ich die Wohnung renoviert und noch einiges an Mobiliar angeschafft.

Kaputte Menschen

Neugierig wie ich bin, antwortete ich auf verschiedene Kontaktanzeigen und habe auch selbst Anzeigen aufgegeben. Im Laufe eines halben Jahres traf ich mich dann mit den ebenfalls suchenden Ladies: Erika, Gabi, Linda, Maria, Marlies, Ilona, Anna, Renate, Marlis, Sylvia, Cordula, Christa, Dagmar, Sigrid, Hannelore und Marita.

Bei meinen Begegnungen stellte ich fest, dass das Single-Dasein meist von den Betroffenen ganz allein im stillen Kämmerlein mehr erduldet als verarbeitet und bewältigt wird und dass es sehr viele kaputte Menschen gibt.

Chronologie einer Trennung

Es war 1995, meine Ehe war nach 23 Jahren, entschuldigt den Ausdruck, langweilig. Wir hatten „den Arsch“ voll Schulden und lebten so nebeneinander her. Ich habe mich mehr in meiner Werkstatt als in der Wohnung aufgehalten und mir vorgestellt, wie es in 5 oder 10 Jahren aussieht. Also habe ich ganz kühl überlegt, meine Zukunft geplant, mich auf der Arbeit ins Zeug gelegt und unsere Schulden abgebaut.

Ende 2000 habe ich mir dann eine Wohnung gesucht. Meine Ex und der Rest meiner Umgebung (sprich Verwandte und Bekannte) nahmen das alles nicht so ernst, wie ich es mir vorgenommen hatte. Aber ich wollte meine Situation ändern. Und plötzlich ergab sich für mich eine Möglichkeit. Ich habe Gudrun (am Anfang eine sehr nette Frau) gefunden, habe diese „einmalige“ Chance ergriffen und bin mit zwei Koffern und einer Werkzeugkiste aus der ehelichen Wohnung ausgezogen.

Im Nachhinein war diese (nur 4 Monate dauernde) Beziehung von Anfang an zum Scheitern verurteilt und ich bin in eine tiefes Loch gefallen (plötzlich im Hotel gewohnt, auf Wohnungssuche, die Zeit lief mir davon und nebenbei auf der Arbeit smilen) und dann habe ich das gemacht, was ich von Anfang an vorhatte, mir eine eigene Wohnung gesucht und gefunden.

Von jetzt an geht es nur noch aufwärts, Learning by doing (vielleicht ist es auch einfach nur Midlifecrisis). Und jetzt mache ich nur noch das, was ich möchte – kreativ sein und keine Kompromisse mehr eingehen.